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DAS MUSEUM DES WARSCHAUER AUFSTANDES PRÄSENTIERT

"Die größte Kollektion der Luftbilder von Warschau aus der Zeit des II. Weltkriegs"

01 GESCHICHTE

Flüge über Warschau

Während des II. Weltkriegs haben die Deutschen Luftbilder von Gebieten gemacht, durch welche die Frontlinie verlaufen ist.

Diese Bilder ermöglichten u.a. die Erstellung von detaillierten Karten und die Planung der militärischen Maßnahmen. Der Nachrichtendienst trug dafür die Verantwortung.

Die Städte wurden von den Deutschen während Hunderten an Flügen angefertigt. Auf diese Art und Weise wurde Warschau mehrmals dokumentiert. Auf den Bildern sieht man die polnische Hauptstadt vor dem Warschauer Aufstand, aus der Zeit der Kämpfe und die völlig zerstörte Stadt nach der Beendung der Gefechte. Auf den Einzelbildern der weiteren Flüge, sieht man, wie sich die Stadt veränderte.

Nach der Überschreitung der Grenzen des Interessengebietes kehrte das Flugzeug auf die benachbarte Fluglinie zurück und wiederholte die Handlunge. Obwohl diese Bilder für die Militärzwecke gemacht wurden, stellen sie eine einmalige historische und Bildungssammlung dar. Sie präsentieren komplex die polnische Hauptstadt vor dem Aufstand und den Prozess ihrer Zerstörung.

Operation Turban

Die deutsche Luftdokumentation zeichnete sich angesichts der technischen und organisatorischen Merkmale aus. Gegen das Kampfende wurde klar, was für eine wichtige Rolle diese Fotographien für den Aufbau der Überlegenheit in der Nachkriegswelt spielen werden.

Die Kräfte der Verbündeten und die Rote Armee machten den Wettlauf nicht nur nach Berlin, sondern auch darum, wer die Dokumentensammlung des Feindes übernimmt. Die Amerikaner und Briten mussten möglichst umfassende Sammlungen der Luftbilder finden, bevor diese in die Hände von UdSSR gelangen und potentielle Gefahr für die Sicherheit Europas darstellen würden.

Dick Tracy, Orwell, Tenant. Das sind die Kryptonyme von einigen, wiedergefundenen Bildersammlungen. Es sind mehr als 1 Million 200 Tausend Bilder, die 4 Jahre lang inventarisiert wurden. Die Bedeutung dieser Materialien wurde erst in den 60er kleiner, als sich die neue Generation von Spionageflugzeugen und Satelliten gezeigt hat. Die Kopien der Platten gelangen zu den amerikanischen und britischen Archiven, wo es gelungen ist, diese für das Museum des Warschauer Aufstandes zu gewinnen.

Prolog zum Film "Die Stadt der Ruinen"

Die neue Kollektion an Luftbildern stellt einen eigentümlichen Prolog zum Kurzfilm "Die Stadt der Ruinen" dar, der durch das Museum des Warschauer Aufstandes produziert wurde.

“Die Stadt der Ruinen” zeigt die verlassenen Brandstätten der polnischen Hauptstadt aus der Perspektive des Flugzeugcockpits. Unter den ruinierten Gebäuden zeichnen sich einige Bauten, die dank der größten Sorgfalt anhand der Kollektion von einmaligen Archivalien, darunter ein paar Hundert von Luftbildern, rekonstruiert wurden. Dieser Film gehört heute zum festen Element der Ausstellung des Museums.

Die 2010 erstellte Animation basiert auf 300 Bildern aus den sowjetischen Flügen aus dem Frühjahr des Jahres 1945. Das Projekt “die Wurzeln der Stadt” bauen wir mithilfe von mehrfach größerer Bildersammlung.

1,2 Millionen

Die Anzahl der deutschen Luftbilder, die durch die Westverbündeten gegen das Ende des II. Weltkriegs gewonnen wurden.

4

So lange dauerte die Inventur der Bilder, die an dem Punkt RAF Medmenham stattfand.

Adlerhorst in Bayern

Ein Ort, wo die meisten von den gesuchten Luftbildern gefunden wurden.

GX

Kryptonym der gesamten Bildersammlung.

BV 141

Eins von den meist untypischen Modellen deutscher Flugzeuge, das zur Erkundung diente.

20

Zumindest 20 Jahre nach dem Krieg stellen die deutschen Bilder für die Amerikaner die beste Quelle für die Erstellung der Karten von Osteuropa.

knapp 2000

Anzahl der Bilder, die durch das Museum des Warschauer Aufstandes gewonnen wurden.

Helfen Sie dem Team des Museums des Warschauer Aufstandes beim Kennenlernen der Wurzel der polnischen Hauptstadt!

Die Schichten der Stadt

Die Luftbilder können eine Quelle vieler Informationen sein. Bei dem ersten Blick ist das Straßen- und Gebäudesystem leserlich. Es lassen sich die Touren der Fahrzeuge und Barrikaden erkennen. Jede Gruppe von Elementen ist eine besondere Schicht der Historie der Stadt aus der Zeit des Aufstandes und auch eine Möglichkeit für das Nachvollziehen, wie Warschau vor dem Krieg ausgesehen und funktioniert hat.

Die präzise Bearbeitung der Bildersammlung stellt eine derart große Herausforderung, dass das Team des Museums auf die Unterstützung bei der Suche und Ergänzung vieler noch nicht entdeckter Geschichten angewiesen ist. Zum tiefgründigen Kennenlernen der Fotografien möchten wir Sie einladen. Auf diese Art und Weise werden wir in den nächsten Jahren gemeinsam das Projekt der “sozialen Forschung” (eng. citizen science) bilden. Im Rahmen dieses Projektes verbinden wir die Verwendung von fortgeschrittenen Internetwerkzeugen mit dem Besuchen und Dokumentieren dieser Orte von gegenwärtigem Warschau, die ihre Aufstandsvergangenheit haben. Jedes Forschungsthema ist eine weitere Schicht des Kennenlernens der Wurzel unserer Stadt.

Das erste Forschungsthema haben selbst die Aufständischen genannt. Die Zeugen der Kriegsereignisse sind alte Bäume. Bäume, die in Warschau noch vor 1939 wuchsen, erinnern sich an die Zeiten der Hauptstadt vor dem Krieg, dann die Zeiten der Besetzung und schwerer Gefechte während des Warschauer Aufstandes. Obwohl wir uns oft darüber nicht bewusst sind, funktionieren viele davon weiterhin im Raum Warschaus. Die Aufgabe ist es, diese zu finden und zu beschreiben.

Inspiriert von dieser Suchrichtung stellen wir Ihnen einige Beispielbäume vor – die stillen Zeuge der Geschichte. Wir präsentieren diese auf dem Stadtplan von Warschau mit einigen weiteren Materialien aus der Sammlung des Museums des Warschauer Aufstandes. Wir präsentieren auch die aktuellen Bilder.

SCHICHT 1
BÄUME
SCHICHT 2
STRASSENBAHN
SCHICHT 3
BARRIKADEN
SCHICHT 4
...
BÄUME
STRASSENBAHN
BARRIKADEN
...
02 SCHICHTEN DER STADT - BÄUME

Die Zeugen der Geschichte

Weiße Rosskastanie

Sächsischer Garden

Die Aufständischen haben nie den Sächsischen Garten erobert. Die Deutschen verfügten dort über befestigte Positionen und die Garnison bestand im meisten aus jungen Soldaten.

 

Während einer der Waffenruhen ist es in seiner Gegend zu außergewöhnlichem Gespräch gekommen. Es ging um einen Behälter, der aus dem Flugzeug durch die Briten geworfen wurde. Sein Fallschirm ist an einem Baum im Park hängengeblieben, aber der Behälter hing über der Królewska-Straße – dem Gebiet, das durch die Aufständischen besetzt war.

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Die Deutschen überredeten zum gemeinsamen Kampf gegen die Russen, die Polen wollten freien Zugang zum Behälter haben. Wie es sich später gezeigt hat, befand sich in seinem Inneren nur unnützliche Munition.

 

In der gegenwärtigen ersten Baumlinie vom heutigen Piłsudski Platz stand eine heute monumentale weiße Rosskastanie. Zu einem traurigen Epilog des Aufstandes sollte es erst kommen. Fast ein Quartal nach der Kapitulation von Warschau, in total menschenleerer Stadt ertönten laute Explosionen. Die Deutschen haben das Sächsische Palais in die Luft gesprengt.

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Eiche von Korczak

Jaktorowska 8

Einige Tage nach dem Ausbruch des Aufstandes ordnete Hitler die Massemorde der zivilen Bevölkerung an, um den Widerstand der Warschauer zu durchbrechen. Die Einwohner von Wola wurden in den Häusern und auf den Straßen getötet. Der Zeuge dieser Ereignisse war u.a. die Korczaks Eiche.

 

Von den Kugeln sind die ganzen Familien umgekommen, darunter Frauen, Kinder und Greisen, auch Patienten und Personal der Krankenhäuser. Trotz der unwahrscheinlichen Brutalität, insbesondere aus den Händen der SS-Sturmbrigade Dirlewanger und RONA brachen die Aufständischen nicht.

Türkische Hasel

Hof des Finanzministeriums

Die Gegend um die Traugutta-Straße war ein Kampffeld während mehr als der Hälfte des Aufstandes. Die besonders blutigen Ereignisse fanden dort am 4. August statt, als die Deutschen vor den Panzern die Zivilisten – die lebendigen Schutzschilder – getrieben haben und versucht haben, die Barrikaden auf der Ecke der Czackiego-Straße zu erobern.

 

Am 23. August führten die Aufständischen einen erfolgreichen Angriff u.a. auf die Heilig-Kreuz-Basilika durch, aus deren Turm die Scharfschützen die Gegend beschossen haben. Bereits am nächsten Tag begannen die deutschen Gegenangriffe. Ihre Krönung war die Eroberung der durchs Brand vernichteten Gebäude auf diesen Gebieten am 8.September. Darunter sind einige Bäume erhalten geblieben.

Ginkgobaum

Foksal 2

Hinter dem Zamoyski-Palast am Ende der Foksal-Straße befindet sich bis heute ein Garten auf der Böschung der Weichsel. Im August 1944 waren in der Pierackiego-Straße (damaliger Name dieser Straße) Krankenhäuser für die Aufständischen lokalisiert. Bei dem Rückzug der polnischen Truppen beschossen sie die Deutschen aus den Mörsern mit entzündlichen Chemikalien.

 

Die Verletzten, die sich in den getroffenen Krankenhäusern befunden haben, verbrannten lebendig. Die Schwestern warfen die Matratzen auf die Bürgersteige, damit die Verletzten versuchen, sich mit dem Sprung durchs Fenster zu retten. Es haben nur einige überlebt.

Linde

Skaryszew Park

Mitte September 1944 stationierte am Ostufer der Weichsel die sowjetische Armee. Einen Monat zuvor, am Ufer des Kamionkowski Sees ist ein der Liberatoren (Consolidated B-24) abgestürzt, die für die Aufständischen die Behälter mit den Waffen und Versorgung befördert haben.

 

Die Abwürfe erfolgten nach dem Sonnenuntergang. Um die Lichter der Reflektoren zu meiden, die nach den Schattenrissen der Flugzeuge gesucht haben, entschlossen sich einige Piloten für sehr niedrige Flüge. Das wiederum war mit dem Risiko des Treffens aus den Flugabwehrwaffen verbunden.

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In der Nacht vom 13. auf den 14. August begann ein der Motoren einer Maschine zu brennen. Der Pilot suchte wohl nach einer Landemöglichkeit und lenkte die Maschine in die Richtung des Kamionkowski Sees. Das Flugzeug stürze am Ufer ab.

Gegenwärtig befindet sich an dieser Stelle ein Felsblock zum Andenken dieses Ereignisses. An seiner Enthüllung nahm u.a. der einzige Flieger teil, der diese Katastrophe überlebt hat – Feldwebel H.L. Lyne.

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03 DAZUSTOSSEN

Lassen Sie uns gemeinsam die Wurzeln von Warschau kennenlernen

Unterstützen Sie das Team des Museums für Warschauer Aufstand bei der Suche und Ergänzung noch vieler unentdeckter Geschichten.

Lernen Sie den vollständigen Katalog mit den Luftbildern der polnischen Hauptstadt kennen, die durch das Team des Museums des Warschauer Aufstandes bearbeitet wurden. Bei dem Durchsehen der Fotografien stoßen Sie sicherlich auf interessante Objekte, deren Geschichte Sie gern vertiefen wollen. Schreiben Sie uns, worüber wir noch und warum erzählen sollten. Wir wählen die Forschungsthemen – die Schichten des Kennenlernens der Wurzeln unserer Stadt – gemeinsam.